Aktuelles zu den Kommunalwahlen

‼️ Unser Klimawahlcheck ist da! ‼️

Die Klimakrise ist die größte Herausforderung, vor der Politik und Gesellschaften weltweit stehen. Relevante Maßnahmen für den Klimaschutz können und müssen auch auf kommunal- und kreispolitischer Ebene getroffen werden. Die am 14. März zur Wahl stehenden Parteien vertreten dazu teils erheblich unterschiedliche Positionen. Der Klima-Wahlcheck soll dabei helfen, diese Positionen zu vergleichen und damit eine informierte Wahlentscheidung bei den Wahlen zu treffen.

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Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Timo

    Ich bin total entsetzt, dass ihr derart falsche Informationen über den Klimawahlhelfer verbreitet.
    Die Antworten der Kandidaten werden gar nicht abgedruckt, sondern nur eine Bewertung von euch in Form eines Ampelsystems. Aber nach welchen Kriterien habt ihr die Bewertung vorgenommen?
    Alle einzelnen Kandidaten mit allen Punkten durchzugehen, würde den Rahmen sprengen. Ich möchte als Beispiel eine einzelne Antwort von Jochen Kilp, Bürgermeisterkandidat in Friedrichsdorf für die FDP aufführen.
    Weil Jochen Kilp den Bau von Windrädern auf dem Taunuskamm ablehnt, bekommt er einen halben Punkt abgezogen. Dabei fordert er den Bau erforderlicher Versorgungsleitungen. Er hat sich bzgl. erneuerbarer Energien keineswegs ablehnend geäußert. Gerade im Hinblick auf den Umweltschutzgedanken muss bei der Standortwahl von Windkrafträdern sehr vorsichtig geplant werden. Schon jetzt gibt es Schutzzonen für gefährdete Vögel, die mit den Rotorblättern von Windkrafträdern kollidieren können. Insbesondere die im Taunus lebenden Greifvögel sind gefährdet: Sie sehen nach unten, wenn sie jagen und übersehen deshalb oft die Rotorblätter.
    Also weshalb wurde ihm ein halber Punkt abgezogen?
    Diese Frage ist wie gesagt nur ein Beispiel für eure höchst fragwürdigen Bewertungsmaßstäbe. Der sog. Klimawahlhelfer ist daher völlig unbrauchbar.
    Zudem stellt sich mir eine weitere Frage:
    Wieso wird der Klimawahlhelfer derart bunt bedruckt auf Hochglanzpapier an die Haushalte verteilt? Klimafeindlicher geht es eigentlich nicht, denn solches Papier ist nur schwer recycelbar.
    How dare you?

    1. Paul Dobric

      Hallo,
      Wir haben alle Kandidat*innen und Parteien angeschrieben und sie um ihre Antworten auf unsere Fragen gebeten. Herr Kilp, bzw. die FDP Friedrichsdorf, hat dementsprechend selbst auf die Fragen geantwortet und sich pro Frage für ein „Stimmen zu“, „Stimmen teilweise zu“ oder „Stimmen nicht zu“ entschieden. Besonders die FDP hat öfters betont, dass ihre Antworten ehrlich sind – nichts anderes wünschen und erwarten wir uns.
      Anschließend haben wir die Ergebnisse zur Veranschaulichung in Form der farbigen Kreise optisch aufgearbeitet. Aus Platzgründen findest du die vollständigen Antworten auf unserer Website. Nur mithilfe dieser kann man sich ein differenzierteres Bild machen. Sollten bei bestimmten Fragen keine Antworten eingetragen sein, hat der/die Kandidat*in oder die Partei sich nur für eine Ampelfarbe entschieden, aber nicht schriftlich zur Aussage Stellung bezogen.
      Und zum Thema Papier haben wir eins verwendet, das CO2-neutral gedruckt wurde. Leider mussten wir uns wegen Zeitdruck und deshalb notwendigen Overnight-Bestellungen für einen großen Anbieter entscheiden, der einen längeren Lieferweg zur Folge hat. Das liegt an unseren personellen Kapazitäten. Je mehr wir sind, umso besser und mehr können wir arbeiten. Wenn Du mitarbeiten möchtest, bist Du herzlich zu den Plena eingeladen! 🙂 Und alle anderen natürlich auch. Jeden Freitag, 16:30 Uhr, auf Jitsi. Link ist hier auf der Website 🙂
      LG- Fridays for Future Hochtaunuskreis

  2. Timo

    Hallo,
    es geht mir keineswegs um das Abschneiden von Jochen Kilp, den ich nebenbei bemerkt nicht wählen werde.
    Es geht mir darum, dass ihr „die Ergebnisse zur Veranschaulichung in Form der farbigen Kreise optisch aufgearbeitet“ habt. Genau bei dieser Aufarbeitung habt ihr eure Wertung eingebracht. Hat Jochen Kilp gesagt, dass er nur zum Teil der Forderung nach 100% Erneuerbare-Energien-Versorgung zustimmt? Hat er nicht. Das war eure Wertung bei der Aufarbeitung!
    Wenn ihr solche Wertungen vornehmt, dann kennzeichnet dies gefälligst auch als eure Meinung und begründet diese Meinung. Und nebenbei hatte Jochen Kilp keine Möglichkeit auf die Wertung Einfluß zu nehmen. Damit konnte er keineswegs sein Abschneiden bei diesem Flyer zu 100% beeinflussen. Diese Möglichkeit habt ihr ihm genommen.
    Zudem finde ich es höchst bedenklich, dass ihr Antworten, die nicht ausführlich genug sind, nicht veröffentlicht. Auch dies ist eine Form der Wertung. Dem Leser bleibt damit verborgen, weshalb die Antwort der Kandidatin / des Kandidaten besser bzw. schlechter in der optischen Aufarbeitung abschneidet als andere. Gerne hätte ich alle Antworten gelesen, um mich über konkrete Ziele bzw. unkonkrete Aussagen zu informieren.
    Ich gebe euch ein anderes Beispiel für eure Wertung: Der Friedrichsdorfer Kandidat der Grünen Lars Keitel hat euch als Antwort bzgl. Ausbau und Sicherheit von Fahrrad- und Fußwegen sehr ausführlich geantwortet. Er schreibt, dass „ein besserer Ausbau der Fuß- und Radwege sowie des öffentlichen Nahverkehrs eine sinkende Nachfrage nach motorisiertem Individualverkehr nach sich zieht.“ Dem wird wohl niemand widersprechen. „Wenn dann die Angebote an die Nachfrage angepasst werden, kann man also nicht davon sprechen, dass etwas „zu Lasten“ des motorisierten Individualverkehrs geht.“ Auch hier stimme ich Lars Keitel absolut zu. Er sagt quasi, dass die Fragestellung so nicht gestellt werden sollte. Es ist aber nicht so, dass Lars Keitel nur teilweise mit der Aussage übereinstimmt, dass Ausbau und Sicherheit von Fahrrad- und Fußwegen Priorität haben soll. Diese teilweise Zustimmung war eure Wertung bei der optischen Aufarbeitung. Diese Wertung wird aber nirgends als eure Meinung gekennzeichnet.

    Zum Thema Papier: Was hat der CO2 Ausstoß beim Bedrucken mit der Recyclingfähigkeit zu tun? NICHTS! Wenn aber das Hochglanz-Papier, welches einen enorm kräftigen Farbaufdruck besitzt, nicht bzw. nur schlecht recycelt werden kann, dann senkt dies die Recycling-Quote. Dies wiederum bedeutet: Für die Produktion von Papier werden mehr Ressourcen benötigt. Auch dies wirkt sich am Ende auf das Klima aus. Es ist verständlich, dass ihr für eure Ziele kämpft und für eure Meinungsäußerung auch Flyer verteilt. Aber diese sollten so umweltverträglich wie möglich gestaltet sein – gerade wenn man sich für Umweltziele einsetzt! Weniger Farbe und kein Hochglanzpapier ist fürs Recycling besser.

    1. Paul Dobric

      Wir haben den Parteien und Wählerlisten beziehungsweise Bürgermeisterkandidat*innen einen – je Kommune inhaltlich gleichen – Fragebogen im Rahmen unseren Klimawahlchecks geschickt. Die Einschätzungen haben die Befragten selbst vorgenommen. Auf dem Fragebogen konnten sie pro Aussage selbst eine der drei Optionen „Stimme zu“ „Stimme teilweise zu“ oder „Stimme nicht zu“ ankreuzen. Diese Möglichkeit haben fast alle Parteien, Wählerlisten und Bürgermeisterkandidat*innen genutzt. Bei Befragten, die das nicht getan haben, haben wir das sowohl neben dem Namen der Partei / Wählerliste als auch bei den einzelnen Themen durch ein k.A. gekennzeichnet so beispielsweise bei der FDP in Usingen.

      Zusätzlich zum Ankreuzen hatten die Befragten die Möglichkeit, zu jeder Aussage schriftlich Stellung zu beziehen. Dies haben auch einige genutzt.
      Alles, was zu den einzelnen Punkten geschrieben wurde, haben wir wortgleich in die Infokästen auf der Website übertragen. Einige der Befragten haben nicht zu allen Aussagen schriftlich Stellung bezogen, sondern nur zu einigen, wenigen oder zu keinen der Aussagen.
      Hat ein*e Befragte*r keine schriftliche Stellungnahme zu einer Aussage verfasst, existiert bei der betreffenden Aussage entweder kein Feld oder im Feld steht nichts. Letzteres ist technischen Problemen geschuldet.

      Lars Keitels hat sich beim Punkt „Ausbau der Radinfrastruktur zu Lasten des motorisierten Individualverkehrs“ selbst für „Stimme teilweise zu“ entschieden und dies durch eine Erläuterung, welche wir angeführt haben, begründet.

      Bezüglich der Wahl des Papiers müssen wir einräumen, dass es zu einem Fehler kam. Wir hatten uns für eine umweltschonende Möglichkeit entschieden, jedoch kam es scheinbar dazu, dass fälschlicherweise Hochglanzpapier ausgewählt wurde. Wir bedauern dies besonders, da wir uns für Umweltschutz und Ressourcenschonung einsetzen und uns diese Themen äußerst wichtig sind. Wir werden in Zukunft nur noch klimaneutral drucken und recyceltes Papier nutzen. Außerdem werden wir gründlich überprüfen, dass unsere Präferenzen bei anstehenden Druckaufträgen stimmen.

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